Bombenentschärfung in Berlin-Mitte – 3000 Menschen evakuiert

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Danke allen ehrenamtlichen Helfern des DRK Berlin DRK-Berlin-Zentrum, den Mitarbeitern des Bezirksamt Berlin-Mitte, der Berliner-Feuerwehr und der Berliner Polizei.

100-Kilo-Fliegerbombe am „Alexa“ erfolgreich entschärft!


Bei Bauarbeiten wurde am Freitagnachmittag eine 100-Kilo-Fliegerbombe mit offenbar intaktem Zünder in der Dircksenstraße (Mitte) entdeckt. Rund 3000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Und die Entschärfung verlief nicht ganz ohne Probleme …
Es handelte sich um eine amerikanische Weltkriegsbombe, wie die Polizei mitteilte.
Die Evakuierung war um kurz nach Mitternacht abgeschlossen, die Feuerwerker der Polizei konnten mit leichter Verzögerung gegen 0.30 Uhr mit der Entschärfung beginnen.

Doch zunächst taten sich bei der Arbeit an der Weltkriegsbombe Probleme auf. Laut Polizei handelte es sich um „technische Probleme“. Nach ersten Informationen lief das Spezialgerät, das den Zünder herausschneiden sollte, nicht ganz rund. Offenbar war Dreck in das Gerät gelangt. Zum Glück konnte es schnell wieder repariert werden – um 1.43 Uhr gab die Polizei Entwarnung! Alle Anwohner konnten wieder in ihre Häuser zurück. Für sie war es eine lange Nacht! Bereits am Freitag gegen 17 Uhr war klar: Das Gebiet muss in einem Sperrkreis von 300 Metern geräumt werden! Das Alexa war aber nicht betroffen, bis zum Ladenschluss blieb es geöffnet. Angrenzende Häuser jedoch wurden sofort geräumt. Etwa 3000 Menschen mussten aus dem Gefahrenbereich geholt werden. Wer nicht zu Freunden konnte, kam im Rathaus Mitte (Karl-Marx-Allee 31) unter. Dort wurde ab 19.30 Uhr eine Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet. Gegen 20.30 Uhr begannen die ersten Evakuierungen. Die Polizei klingelte an den Häusern in der Alexanderstraße, brachte die Bewohner in Sicherheit.

„Erst wenn an sämtlichen Wohnungstüren geklingelt worden ist, kann die Entschärfung beginnen“, sagte Polizeisprecher Michael Gassen am Einsatzort. Einwohner wurden aufgerufen, Unterschlupf bei Verwandten oder Bekannten zu suchen. Zudem organisierten die Einsatzkräfte Ausweichunterkünfte. Hilfe bekam die Polizei auch von der Feuerwehr. Kurz vor 22 Uhr teilte die Polizei mit, dass das Alexa nun geschlossen und leer ist. Innerhalb des Sperrbereiches waren mehrere Hundertschaften bei den Evakuierungen eingesetzt. Auch der Zugverkehr der S3, S5, S7 & S9 wurde zwischen Ostbahnhof und Friedrichstraße eingestellt. Einschränkungen gab’s auch im Regional-, Fernverkehr sowie bei der BVG. Obwohl der Fernsehturm nicht im Sperrkreis von 300 Metern lag, musste die Kuppel dennoch für die Entschärfung geräumt werden. Denn Splitter hätten auch bis dorthin fliegen können. Die Bombe wurde noch in der Nacht nach Grunewald gebracht, wo sie nun kontrolliert gesprengt wird.

20. Bombenentschärfung in Mitte

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